3D-Rendering: Eine spannende Alternative zur Produktfotografie

30. September 2020

Wussten Sie, dass 70% aller Bilder des aktuellen IKEA-Katalogs digitalen Ursprungs sind? Die täuschend echten Abbildungen entspringen nicht etwa einer Kamera, sondern einer Software für die Erstellung computergenerierter Bilder. Aber warum setzt IKEA auf die sogenannten 3D-Renderings? Und was zeichnet ein Rendering überhaupt aus? Das alles erfahren Sie in diesem Beitrag!

Renderings: Ursprung und Definition

Als 3D-Renderings werden Objektdarstellungen bezeichnet, die am Computer generiert worden sind. Egal ob Gebäude, Messestände, Maschinen oder Produkte – mittlerweile lassen sich mithilfe der entsprechenden Software nahezu alle Objekte auch digital nachbilden. Je höher der Aufwand und je größer das Budget, desto realistischer wirkt das Rendering und ist von einer „echten“ Fotografie nicht zu unterscheiden. Das Rendering-Verfahren hat seinen Ursprung übrigens in der Film-Branche: 1982 wurde ein Teil der Kulisse des Films „Tron“ digital erstellt. Dramaturgisch kam der Film zwar nicht so gut an, aber er gilt als technischer Meilenstein!

Technischer Fortschritt: Renderings vs. Fotografien

Was heute kaum mehr wegzudenken ist, war vor einigen Jahren noch eine technische Ausnahmeleistung: Wegen leistungsschwacher Computer und rudimentärer 3D-Software konnten 3D-Artisten nur eingeschränkt arbeiten und die Ergebnisse kamen nie an eine Fotografie heran.

Doch die Technik entwickelte sich, Computer wurden schneller und die entsprechende Ausstattung immer erschwinglicher. Nach und nach konnten es die Renderings auch mit Fotos aufnehmen – teilweise erschienen sie sogar realistischer. Zusätzlich gestaltete sich die Produktion eines Renderings auch unkomplizierter. Aus diesen Gründen findet die Rendering-Technik heute in nahezu allen Bereichen Anwendung.

Die Vorteile von Renderings

Der wohl faszinierendste Vorteil von Renderings ist, dass mit ihnen Objekte realistisch dargestellt werden können, die noch gar nicht existieren. Beispielsweise eröffnet das für Architekten bei der Vorstellung ihrer Entwürfe vollkommen neue Möglichkeiten und gestaltet die Bauplanung effizienter und plastischer.
Grundsätzlich bringen Renderings einen viel geringen Aufwand mit sich als Fotografien. Bei Produktfotografien muss ein Studio gebucht, eingerichtet und belichtet werden, Kulissen müssen geplant und gebaut werden und das notwendige Equipment hört nicht bei der Kamera auf: Stative, Beleuchtung, Blitzsysteme und andere Ausrüstungsgegenstände sind notwendig, um wirklich hochwertige Fotografien zu erstellen. Das kostet Zeit und natürlich auch eine Menge Geld. Renderings hingegen benötigen lediglich einen Schreibtisch und einen fähigen Renderer.
Auch in puncto Flexibilität sind Renderings den Fotografien weit voraus: Nachträgliche Änderungen können bei Fotos nur bis zu einem gewissen Grad und mit erheblichem Aufwand realisiert werden. Renderings hingegen sind wahre Chamäleons und der digitale Ursprung der Darstellung ermöglicht es, auch tiefgreifende Änderungen problemlos vorzunehmen.
Vor allem bei technischen Produkten bieten sich Querschnitts-Aufnahmen an, um die Funktionsweise und Besonderheiten zu veranschaulichen. Bei Renderings ist diese Form der Darstellung mit wenigen Klicks möglich. Fotografien hingegen bilden immer nur die Realität ab – es müsste also auch in der Realität ein Querschnitt erstellt werden, um diesen abzulichten.
Ein weiterer bestechender Vorteil ist, dass sich viele Renderings in kürzester Zeit erstellen lassen. Das wird im Beispiel eines Produktkatalogs am besten deutlich: Während bei einem Produktshooting die Produkte immer ausgetauscht und die Szenerie erneut hergerichtet werden muss, können erstellte Renderings einfach in das entsprechende Setting eingesetzt werden.

Fazit

Der technische Fortschritt und vor allem die Digitalisierung haben den 3D-Renderings den Weg geebnet. Gute Renderings stehen der Fotografie mittlerweile auch qualitativ in nichts mehr nach. Wo wirtschaftliche Effizienz gefragt ist, überzeugen Renderings durch geringe Produktionskosten und minimalen Aufwand bei maximaler Flexibilität. So können Renderings in jeder Auflösung exportiert und sowohl auf Printmedien als auch auf Websites gestochen scharf eingebettet werden.
Nur in einer wichtigen Hinsicht sind die Fotografien den Renderings noch weit voraus: Echte menschliche Emotionen einfangen – das kann nur ein Fotograf mit Leidenschaft, Auge und Liebe zum Detail. Für ihre Imagebilder sollten sie daher lieber auf das althergebrachte Handwerk zurückgreifen! Wir beraten Sie gerne.

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